UNABHÄNGIG, UNREGELMÄSSIG, UNENTBEHRLICH

Schirmer/Mosel Verlag GmbH

Widenmayerstraße 16, 80538 München

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 Januar 2009 No 1
 Photographen
 Leute
 
 

Editorial

Das Lose Blatt ist die neue, kleine Zeitung unseres Verlags, mit der wir den Kontakt zwischen Ihnen, unseren Autoren und Künstlern und unseren Buchhändlern pflegen wollen. Die gedruckte Ausgabe erscheint in loser Folge, mindestens aber zweimal jährlich. Die Online-Ausgabe könnte es leicht auf eine häufigere Erscheinungsweise bringen. Das Lose Blatt vereint die Tradition des literarischen Flugblatts mit der des Verlagsalmanachs und der des Münchner Bilderbogens. Nicht alles, was drinsteht, ist notwendigerweise mit Büchern des Verlags verknüpft, mehr schon mit seinen Autoren, ihrem Werk, ihren Ideen und Bildern. Für die erste Ausgabe haben wir exklusiv bei Laszlo Glozer eine Rezension der Berliner Beuys-Ausstellung in Auftrag gegeben. Das Echo auf das Unternehmen war von Anfang an dadurch beeinträchtigt, dass die Veranstalter es unter das Generalthema des lächerlichsten aller Kulte, des Personenkults, gestellt haben. Die sich dahinter verbergende Respektlosigkeit vor der Kunst schien auf alle, Veranstalter wie Künstler, zurückzuwirken.
Dass der schöne Text, den Annie Leibovitz über ihre Versuche geschrieben hat, Barack Obama zu photographieren, in der Öffentlichkeit bisher keine Aufmerksamkeit erfahren hat, sollte sich schleunigst ändern. Hier sind Bild und Text.
Fritz Göttlers Rezension unseres großen Visconti-Buches in der Süddeutschen Zeitung war so schön, dass wir sie Ihnen hier noch einmal und ungekürzt vorlegen. Gisèle Freund, die große alte Dame der Portraitphotographie, wäre in diesen Tagen 100 Jahre alt geworden. Ihr Werk wird mit Ausstellungen in Berlin und München gefeiert, wir würdigen sie, indem wir hier ihr Bild und ihren Text zu James Joyce abdrucken.
Lothar Schirmer

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JOSEPH BEUYS COYOTE  INTERNATIONALE AUSGABEN

Schirmer/Mosel-Ausgabe
ab sofort

160 Seiten, 97 Photographien
Format: 25,5 x 17,5 cm, gebunden

ISBN 978-3-8296-0396-6

29,80

 

Englische Ausgabe
bei Thames & Hudson
ab Januar 2009

160 Seiten, 97 Photographien
Format: 25,5 x 17,5 cm, gebunden

ISBN 978-0-500-54368-9

£ 22.50

 

Französische Ausgabe
bei Hazan
ab Januar 2009
160 Seiten, 97 Photographien

Format: 25,5 x 17,5 cm, gebunden

ISBN 978-2-7541-0358-9

25.–

 


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LAURENZ BERGES

Schirmer/Mosel Showroom, München

Ausstellung 14. November 2008
bis Ende Januar 2009

www.schirmer-mosel.com

 

Wahlkampf und Müdigkeiten
Annie Leibovitz photographiert Barack Obama

Als ich während der Vorwahlen 2008 Barack Obama begleitete, war ich fasziniert von der Arbeitsweise des AP-Photographen: Sein Rucksack war sein Büro. Sobald wir irgendwo ankamen, baute jemand vom Tross ein Wireless-System auf. Der AP-Mann photographierte die Rede oder das, worüber wir gerade berichteten, und noch bevor sie zu Ende war, saß er schon mit seinem Laptop am Pressetisch und sichtete... [mehr]

Lesefrüchte
Odo Marquard:

Über Joseph Beuys und das Gesamtkunstwerk 

Erfunden wurde das Gesamtkunstwerk nicht von Richard Wagner, sondern in der Philosophie des deutschen Idealismus. Friedrich Wilhelm Joseph Schelling – der, mit Nietzsche zu sprechen, die Köpfe der Jugend verdarb, als Wagner jung war – ästhetisierte die Revolutionsphilosophie. Er war nicht so bescheiden wie in unserem Jahrhundert... [mehr]

Leute

Unser Autor François-Marie Banier,

den Sie hier in trauter Zweisamkeit im Jahr 1971 im Hotel Meurice mit Salvador Dali sehen, ist offensichtlich in die Schlagzeilen und in juristische Bataillen geraten.

Seine alte Freundin und Mentorin Liliane Bettencourt... [mehr]

Film / Medien

Wer die Schönheit angeschaut...

Ein spektakulär-subtiler Band zu Luchino Visconti und seinem großen Werk

Verlust und Versagen. Keiner hat so intensiv wie Visconti die großen Brüche der Geschichte beschworen, jene historischen Momente, da das Alte im Absterben, das Neue im heftigen Aufschwung begriffen ist.

... [mehr]

Ausstellungen

Beuys in Berlin

Laszlo Glozer über die Ausstellung
im Hamburger Bahnhof
"Kunst ist Kunst und alles andere ist alles andere". Ganz schön rigid. Eine lakonische, herrische Klarstellung. Duldet keinen Widerspruch. Dann klingt mir ein anderer Satz im Ohr, heißt etwa: „Alles was der Künstler spuckt, ist Kunst". Das ist allerdings frech. Klar übermütig. Den Mund zu voll genommen?... [mehr]

 

Cy Twombly
im Guggenheim Museum Bilbao
bis 15. Februar 2009

Die wohl schönste zeitgenössische Kunstausstellung des Jahres 2008 ist die große Cy Twombly-Retrospektive in Bilbao ... [mehr]

 

Photographen im Wortlaut

Gisèle Freund trifft und photographiert
James Joyce

Zum 100. Geburtstag der Photographin
am 19. Dezember 2008

James Joyce war ein sehr abergläubischer Mensch. Diesem Umstand verdankte ich es, dass ich ihn in Farbe aufnehmen konnte. 1938 hatte ich ... [mehr]

Kein Kommentar

Kürzlich erhielten wir den folgenden Brief, der nicht namentlich gezeichnet war:

Die Werkleitung des Abfallwirtschaftsbetriebs München informiert zum Verbot der Trinkgeld-Annahme für Müllmänner

Liebe Münchnerinnen und Münchner, mehr als 750 Müllmänner sind täglich im Stadtgebiet unterwegs, um pünktlich die Restmüll- und Wertstofftonnen bei den Münchner Anwesen zu leeren. Sie leisten eine schwere Arbeit und genießen dafür ein hohes Ansehen in der Bevölkerung... [mehr]

 

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